Brakel, 12.03.2026 - Die CDU-Ratsfraktion hat dem Haushaltsentwurf der Stadt Brakel für das Jahr 2026 zugestimmt. In seiner Haushaltsrede machte der CDU-Fraktionsvorsitzende Sebastian Averkamp deutlich, dass der Haushalt zwar erhebliche finanzielle Herausforderungen mit sich bringt, gleichzeitig aber wichtige Investitionen in die Zukunft der Stadt ermöglicht.
Für das Jahr 2026 ist ein Defizit von rund 9,4 Millionen Euro vorgesehen. Die Ausgleichsrücklage wird damit vollständig aufgebraucht sein. „Der Haushaltsentwurf zeigt deutlich, dass die finanziellen Spielräume unserer Stadt enger werden“, erklärte Averkamp im Rat. Gleichzeitig sei das Defizit nicht auf einzelne Projekte zurückzuführen, sondern vor allem Ausdruck struktureller Entwicklungen. „Steigende Umlagen, höhere Soziallasten sowie wachsende Personal- und Sachkosten belasten die kommunalen Haushalte erheblich. Ein großer Teil dieser Entwicklung entzieht sich unserem direkten Einfluss.“
Trotz der angespannten finanziellen Lage enthält der Haushalt wichtige Investitionen für die Zukunft der Stadt. Einen klaren Schwerpunkt bildet der Bildungsbereich. Mit rund 7,7 Millionen Euro stellt die Investition in die Grundschule die größte Einzelmaßnahme des Haushalts dar. „Wer in Schulen investiert, investiert in Bildungschancen, Familienfreundlichkeit und in die Zukunft unserer Stadt“, betonte Averkamp.
Auch die Ortschaften profitieren von verschiedenen Maßnahmen. So werden unter anderem 675.000 Euro in die Grundschule in Hembsen sowie rund 1,3 Millionen Euro in Dorfgemeinschaftshäuser in Gehrden, Bökendorf, Erkeln, Riesel und Rheder investiert. Darüber hinaus werden auch Kindertageseinrichtungen, unter anderem in Bökendorf und Gehrden, weiter modernisiert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der kommunalen Sicherheit. Insgesamt rund 3,4 Millionen Euro sind für Investitionen in die Feuerwehren vorgesehen, unter anderem in Brakel, Hembsen, Fronhausen, Schmechten und Riesel. Zusätzlich werden Maßnahmen zum Hochwasser- und Starkregenschutz umgesetzt, um die Stadt besser auf extreme Wetterereignisse vorzubereiten.
Gleichzeitig machte die CDU deutlich, dass die finanzielle Entwicklung der kommenden Jahre eine konsequente Priorisierung erforderlich macht. „Wenn die Rücklage aufgebraucht ist, fehlt künftig jeder Puffer. Deshalb müssen wir Investitionen sorgfältig abwägen und Wirtschaftlichkeit und Effizienz stärker in den Blick nehmen“, erklärte Averkamp.
Neben einer klaren Priorisierung fordert die CDU auch eine regelmäßige Überprüfung freiwilliger Leistungen sowie mehr Transparenz und Controlling bei größeren Projekten. Zugleich müsse die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen stärker politisch thematisiert werden. „Wenn den Kommunen immer neue Aufgaben übertragen werden, ohne dass eine ausreichende Finanzierung folgt, gerät kommunale Selbstverwaltung an ihre Grenzen.“
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen unterstützt die CDU den Haushaltsentwurf. „Dieser Haushalt ist kein Wunschhaushalt, sondern ein Haushalt der Realität. Und dieser Realität müssen und werden wir uns stellen“, so Averkamp.
Die CDU sehe ihre Aufgabe darin, auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. „Wir wollen investieren – aber verantwortungsvoll. Wir wollen gestalten – aber mit Augenmaß. Und wir wollen Zukunft ermöglichen, ohne die finanzielle Stabilität unserer Stadt aus dem Blick zu verlieren.“

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