CDU Brakel begrüßt MPK-Beschluss: „Wer bestellt, muss auch bezahlen“

26.06.2026

Brakel, 26.06.2026 – Die CDU Brakel begrüßt die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz mit dem Bundeskanzler vom 25. Juni 2026.
Besonders die Verständigung zur sogenannten Veranlassungskonnexität ist ein wichtiges Signal für Städte, Gemeinden und Kreise. „Für uns vor Ort ist entscheidend: Wenn der Bund Leistungen gesetzlich ausweitet und dadurch zusätzliche Kosten entstehen, dürfen diese nicht einfach bei den Kommunen landen. Der Grundsatz muss lauten: Wer bestellt, muss auch bezahlen“, erklärt Sebastian Averkamp, Vorsitzender der CDU Brakel.

Nach der Verständigung soll der Bund künftig 80 Prozent der finanziellen Auswirkungen kompensieren, wenn neue oder geänderte Bundesgesetze erhebliche Mehrbelastungen bei Ländern und Kommunen auslösen. Erfasst werden sollen insbesondere neue Leistungsgesetze und Änderungen bestehender Leistungsgesetze. „Das ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Fairness. Denn viele kommunale Haushaltestehen unter erheblichem Druck. Gerade steigende Sozialausgaben engen unsereHandlungsspielräume immer weiter ein“, so Averkamp.

Positiv bewertet die CDU Brakel auch, dass die kommunalen Spitzenverbände bei den Kostenschätzungen einbezogen werden sollen. „Wer wissen will, was Bundesgesetze vor Ort kosten, muss die kommunale Praxis von Anfang aneinbeziehen“, betont Averkamp. Dass am Ende eine Bundesbeteiligung von 80 Prozent vereinbart werden konnte, sei ein deutlicher Erfolg. Der Bund hatte zunächst eine hälftige angeboten. Die klare Haltung der Länder und insbesondere der Einsatz Nordrhein-Westfalens hätten wesentlich dazu beigetragen, dass nun ein stärkeres Signal zugunsten der Kommunen gesetzt wurde. Auch die Fortschritte bei der Staatsmodernisierung begrüßt die CDU Brakel. Standardisierte Aufgaben sollen künftig stärker gebündelt und digital erledigt werden. Das kann Rathäuser und Kreisverwaltungen entlasten und Bürgerinnen und Bürgern schnellere Verfahren ermöglichen. „Jetzt kommt es darauf an, dass aus den Beschlüssen konkrete Entlastung vor Ort wird. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass Brakel handlungsfähig bleibt und wichtige Investitionen in Lebensqualität, Infrastruktur und Zusammenhaltmöglich bleiben“, erklärt Averkamp abschließend.